"Ändern wir die Gesprächskultur,
so ändern wir die Zukunft.“

Alan Webber Gründer der Fast Company und ehemaliger Chefredakteur der Harvard Business Review

Warum funktioniert Dialog?

Die Basis unserer Arbeit ist die Förderung wegweisender Gespräche über Fragen, die bewegen. Sie beruht auf folgenden zwei Grundannahmen:

Das Wissen und die Weisheit, die wir für die Lösung unserer Probleme brauchen, sind bereits in uns vorhanden und können zugänglich gemacht werden.

Die Teilnehmer bringen ihre persönlichen Lebenserfahrungen in das Gespräch mit ein. Kein Einzelner hat einen kompletten Überblick über sämtliche Lösungsmöglichkeiten im Hinblick auf eine gegebene Frage. Wenn jedoch genügend Menschen zu einem Großgruppendialog zusammenkommen, ist dieses Wissen tatsächlich vorhanden. Eine der zentralen Herausforderungen bei der Organisation eines solchen Großgruppendialogs besteht darin sicherzustellen, dass sich die richtigen Menschen im Raum befinden. Aus diesem Grund spielt die Einladungsstrategie eine wesentliche Rolle − neben der Inhaltsformulierung während des World Café-Prozesses. WCE hat verschiedene Formate entwickelt um dieses kollektive Wissen für jedermann im Raum sichtbar zu machen.

Wenn sich das System auf kreative Weise mit sich selbst verbindet, tritt unsere kollektive Intelligenz zum Vorschein.

Im Verlauf eines World Cafés finden mehrere Tischwechsel statt um sicherzustellen, dass sich die im Laufe der verschiedenen Gespräche besprochenen Ideen im gesamten Raum verteilen. Die Tischwechsel haben aber noch einen weiteren Effekt: Sie tragen dazu bei, dass sich aufgrund der im Raum zirkulierenden Ansichten ein gemeinsames Verständnis herauskristallisiert.

Machen Sie das folgende kleine Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich ein World Café vor − 200 Teilnehmer an 50 Tischen. An jedem Tisch sitzen 4 Teilnehmer. Während der ersten Gesprächsrunde sind an einem Tisch 4 Meinungen vertreten. Nun wechseln die Teilnehmer zum ersten Mal an andere Tische, so dass sich an jedem Tisch 4 neue Teilnehmer zusammenfinden, so dass in das nächste Gespräch wieder 4 verschiedene Meinungen eingebracht werden. Ergebnis: An einem Tisch sind nun 16 Meinungen 'vertreten'. Dies wiederholt sich in den darauffolgenden Gesprächsrunden. In der 3. Gesprächsrunde sind es bereits 64 und in der 4. Runde sind es 256 Meinungen. Theoretisch kann allein durch einen dreimaligen Tischwechsel die Meinung jedes einzelnen Teilnehmers zu dem betreffenden Thema vertreten sein!

Dieser Prozess lässt sich anhand einer Metapher aus der Neurowissenschaft veranschaulichen: Wenn sich die Neuronen in unserem Gehirn miteinander verknüpfen, entsteht Wissen. Ähnliches findet im Verlauf eines Word Cafés statt, bei dem durch regelmäßige Tischwechsel alle Teilnehmer in einem Raum miteinander in Kontakt gebracht werden.